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Das Laimer geht ins Rathaus!

Auch wir vom Laimer Jugendzentrum wollten uns bei den 80 Stadträtinnen und Stadträten für die Finanzierung der Sanierung unseres Hauses bedanken. Jede/r erhielt von uns eine Danksagung in Form eines Briefes und einer Fotocollage mit Bildern der Kinder und deren Aussagen, auf was sie sich im neuen Laimer freuen. Außerdem ein Leporello, das den Fortgang der Sanierung dokumentiert. Da unser Termin just vor Weihnachten - am 21. Dezember - war, wollten wir die Briefe mit eine weihnachtlichen Gruß in Form von selbst gemachten Schokocrossies versüßen. Fleißige Kinder mischten unter Anweisung der Betreuer/innen tagelang Schokolade und Cornflakes zusammen, damit die circa 300 Leckereien rechtzeitig fertig würden.

Leider wurde unser Termin wegen der sitzungsfreien Zeit auf den 11. Januar 2010 verschoben. Die Kinder waren sehr enttäuscht! Zwar wurde uns der Vorschlag gemacht, die Päckchen beim Pförtner abzugeben, aber die Chance eine/n echte/n Politiker/in, gar den Oberbürgermeister, zu sehen, war doch zu verlockend. Frohen Mutes und mit ein wenig Aufregung machten wir uns am frühen Nachmittag mit neun Kinder und verspäteten Weihnachtsgrüßen auf den Weg ins Rathaus.

Als Erstes überbrachten wir unseren Dank an die CSU-Fraktion. Vor den jeweiligen Türen übten die Kinder und Jugendlichen ihren Spruch, mit dem sie die Gaben übermitteln wollten. Hier stieg immer die Anspannung und nach wiederholtem Repetieren konnten sie sich die Sätze merken und bei der letzten Tür fast fehlerfrei übermitteln. Freundlich wurden wir empfangen. Leider war Fraktionssitzung und wir sahen keine/n waschechte/n Politiker/in. Doch galt die Faszination der Jugendlichen eher dem riesigen Fernseher in dem Fraktionsraum, als den Menschen, die ihn wohl nutzen, um die aktuelle Politik zu verfolgen. Stolz setzte sich ein Jugendlicher in den bequemen Ledersessel und verlangte nach einem Foto vor dem Flachbildschirm. In Form einer Schnitzeljagd gestalteten wir die Suche nach den einzelnen Zimmern und Fraktionsräumen. Die Kinder rannten durch die Gänge und Etagen, was trotz Ermahnen ihnen nicht zu nehmen war. 

Die Anspannung stieg, je näher wir uns den Zimmern des Oberbürgermeisters näherten. Leider trafen wir nur seine Sekretärin an. Aber immerhin bekamen wir einen dicken Stapel Autogrammkarten mit einem breit grinsenden Ude.
Bei den Grünen wurden wir sehr freundlich empfangen. Die Sekretärin holte sogar zwei Damen aus der Fraktionssitzung, die sich bei den Kindern nach dem Jugendzentrum erkundigten, zumal eine selber dort mal als Gast bei einer Privatfeier gewesen war.

Als Letztes besuchten wir die Räumlichkeiten der SPD, da wir einen Termin mit der Stadträtin Verena Dietl hatten, die sich Zeit nahm, um unsere sehr „praktischen“ Fragen zu beantworten. Frau Dietl, die selbst aus Laim kommt und auch noch dort im Bezirksausschuss sitzt, führte uns durch den kleinen und großen Sitzungssaal, wo die Kinder Freude hatten, alle Mikrofone und Stühle auszuprobieren. Im Fraktionsraum der SPD interessierten vor allem Angelegenheiten den Oberbürgermeister betreffend. „München ist so teuer. Ob Herr Ude da nichts machen kann?“, „Ist es nicht aufregend, mit Herrn Ude zu sprechen und ihn so oft zu sehen?“ Frau Dietl musste leider enttäuschen, da die Treffen mit Herrn Ude nicht so häufig seien. Auch fände sie es spannender, sich mit den Bürgerinnen und Bürgern auszutauschen, um zu erfahren, wo der Schuh drückt, so wie gerade mit uns. Was für ein Auto Herr Ude denn fahre, wollten sie auch wissen, aber dass der OB öfters mit der U-Bahn fahre, fanden sie nicht so spektakulär. So wurde der Mythos Christian Ude etwas entzaubert. 

Zur Krönung fuhren wir auf den Rathausturm, wo sich das winterliche München in seiner ganzen Pracht darbot. Wir stellten fest, dass München doch die schönste Stadt Deutschlands ist. 

Alexandra Krohn, Das Laimer Jugendzentrum